Quellen, Tücher und Kirchenkunst
Historische bedeutsame Gebäude in Heidenrod
Springen wurde im frühen 12. Jahrhundert erstmals erwähnt.
Der Ortsname „Drinspringen“ (später Dreyspringen) bezog sich auf die drei Quellen im Ort. Als Rastplatz an der Straße von Kemel nach Lorch
gelegen, entwickelte sich Springen ab dem 14. Jahrhundert – in Folge der Klimaverschlechterung – zum Zentrum der Schafhaltung und
Wolltuchherstellung. Die Tuche aus Springen wurden bis nach Augsburg gehandelt, 1555 zu gutem Preis.
Die Besiedlung des westlichen Taunus erfolgte im Hochmittelalter, die Rodungsphase war im 14.
Jahrhundert abgeschlossen.
Die Odilienkirche stammt in ihrem Kern aus dem 12. Jahrhundert und wurde als Wehrkirche mit Friedhof errichtet. Die Südseite besaß ursprünglich nur eine schnell verschließbare Rundbogenpforte. Der spätgotische Chor hatte drei Fenster. Ab dem 17. Jahrhundert wurde die Kirche teils lutherisch, teils reformiert genutzt – letztere Prägung zeigt sich in der schlichten
Ausstattung.
Die Orgel von 1710 ( Johann Macrander, Frankfurt), ursprünglich aus Rödelheim, kam 1872 nach Springen und wurde 2021–2023 restauriert. Mittelalterliche Wandmalereien im Altarraum wurden 2003 freigelegt. Der Wandbehang von Max Fritz stammt von 2017.
Weitere Informationen zu Springen
Gefördert durch das Regionalbudget 2025 des Vereins für Regionalentwicklung Taunus e.V. mit den Mitteln des Landes Hessen im Rahmen des GAP-Strategieplans 2023-2027.







