Kemel römische Fundamente

Geschichte auf römischen Fundamenten

Historische bedeutsame Gebäude in Heidenrod

Kemel gehört zu den ältesten Siedlungen der Region, mit keltischem Ursprung und erster Erwähnung im Jahr 812 als „Kamel“.
Im 1. Jahrhundert errichteten die Römer drei Kastelle am Limes, es entstand eine Siedlung, von der heute noch Mauerreste und Brunnen zeugen. Der Vorgängerbau der heutigen evangelischen Katharinenkirche wird 812 in einer Grenzbeschreibung erwähnt. Daneben soll ein fränkischer Königshof gestanden haben.

1527 wurde das lutherische Bekenntnis eingeführt, später auch das reformierte. 1817 kam es im Herzogtum Nassau zur Gründung einer unierten Landeskirche. Kemel war im Mittelalter Gerichtsort mit Markt, die Bausubstanz stammt überwiegend aus dem 17. und 18. Jahrhundert.

Die spätromanische Katharinenkirche steht auf dem Gelände eines römischen Steinkastells. Der mächtige Wehrturm diente dem Schutz des Ortes, sein heutiger Helm stammt von 1693. Der Kirchhof mit alten Grabsteinen umgab einst das Gotteshaus. Die älteste Glocke „Ave Maria“ stammt aus dem 14. Jahrhundert. Kanzel (1697), Taufstein (um 1500) und eine Orgel von
1973 mit barockem Gehäuse (Johann Wilhelm Schöler, 1770) prägen den Innenraum. Der Chorraum wurde 1843 angebaut.

Weitere Informationen zu Kemel:


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