St. Michael – Kirche der Dreiecke
Historische bedeutsame Gebäude in Heidenrod
Kemel ist eine der ältesten Siedlungen der Region mit keltischem Ursprung (Ersterwähnung 812 als „Kamel“). Im 1. Jahrhundert errichteten die Römer drei Kastelle am Limes – es entstand eine römische Siedlung.
Die katholische Kirche St. Michael wurde 1966 als Pfarr- und Garnisonskirche für den Bundeswehrstandort Kemel erbaut – als Ersatz für die Kapelle von 1907. Der Bau aus Sichtbeton und Glas stammt vom Limburger Diözesanbaumeister Walter Nicol. Kirche und freistehender Glockenturm bilden ein Ensemble. Auffällig sind die Sichtbetonflächen, große Glasfronten und der spitze Ostgiebel. Dreiecksformen prägen die Architektur, auch wenn der Grundriss quadratisch ist.
Im Inneren überraschen bodentiefe Fenster und das zeltartige Dach. Der Schieferboden stammt aus der Region. Die Bleiglasfenster bestehen aus opakem Weißglas, kombiniert mit Mosaiken in Blau, Grau und Braun – einige Felder enthalten Bergkristalle. Altar und Tabernakel-Stele aus weißem Marmor stehen auf einem Podest. Ein Betonrelief zeigt den Erzengel Michael. Fenster, Altarbild und Wetterhahn wurden vom Künstler Jupp Jost (1920–1993) entworfen.
Der quadratische Glockenturm besteht aus zwei offenen Betonverschalungen und trägt vier Glocken.
Weitere Informationen zu Kemel:
Gefördert durch das Regionalbudget 2025 des Vereins für Regionalentwicklung Taunus e.V. mit den Mitteln des Landes Hessen im Rahmen des GAP-Strategieplans 2023-2027.







