Hilgenroth

mit  Rat- und Backhaus

Historische bedeutsame Gebäude in Heidenrod

Hilgenroth wurde um 1260 erstmals als „Hilderode“ erwähnt. Später tauchten weitere Namensformen wie „Hilgenrat“, „Hildegenrod“ und „Hilgart“ auf. Der Ort war ab 1326 Lehen des Abtes von Prüm an die Grafen von Katzenelnbogen. 1386 überließen diese die Hälfte von Dorf und Gericht der Familie Knebel von Katzenelnbogen. 1403 hatte diese nur noch Einkünfte aus dem Besitz. Heute nennt man die Einwohner scherzhaft „Gollemmer“, angelehnt an die Goldammer im Ortswappen.

Die Ortsgründung erfolgte im Rahmen der großen Rodungsphasen im Hochmittelalter, die bis ins
14. Jahrhundert weitgehend abgeschlossen waren.

Zentral im Ort liegt das um 1800 errichtete Rat- und Backhaus. Der schmale, turmartig wirkende
Fachwerkbau prägt mit seinem Dachreiter das Ortsbild. Im Erdgeschoss befand sich früher die Backstube, im Obergeschoss der Ratssaal und zeitweise die Dorfschule (bis 1915 sowie 1946–1954). 1953 kam ein Anbau für die Feuerwehr hinzu, mit eigenem Wasserreservoir.

Bis zur Eingemeindung nach Heidenrod 1977 diente das Gebäude der Verwaltung. Heute wird es für Veranstaltungen und Versammlungen genutzt.

Weitere Informationen zu Hilgenroth


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