Vorschau auf die neue Aufführung des Zorner Dorftheaters
Es ist die vierte Kriminalkomödie von Hans Joachim Schwamb, welche im Rahmen eines Krimidinners durch das Zorner Dorftheater „Lampenfieber“ zur Aufführung gebracht wird.
Hauptschauplatz ist das alte Forsthaus in Zorn, ganz in der Nähe des Himmelsbergs. Wir schreiben den 11. Juli 1969. Vor 7 Tagen ist Erwin Katz völlig unerwartet verstorben. War Erwin Katz ein reicher Mann? In seinen Jugendjahren hatte er Zorn verlassen und in Südafrika das große Glück und Geld gefunden. Vor zehn Jahren kam er wieder zurück und lebte zurückgezogen bei seiner Schwester und seinem älteren Bruder in Zorn. Über sein Vermögen sprach er nicht. Auf sein Vermögen angesprochen sagte er immer „Ich habe Geld genug und das muss reichen!“
Durch sein Schweigen schürte er natürlich erst richtig die Gerüchteküche an. Wenn man dem Gerede glauben will, hatte sein Vermögen einen Umfang von ein paar einzelnen, kleinen Rohdiamanten bis hin zu dem riesigen Erlös aus dem Verkauf einer Gold- und Diamantmine. Von diesem erworbenen Vermögen muss nach seinem Tod noch viel da sein. Was damit geschieht weiß nur sein Notar Ferdinand Wappenschild, der auch zwei Tage später die Testamentseröffnung im Salon des Forsthauses übernimmt.
Die Beerdigung findet am Tag der Anreise der Trauergäste statt. In seinem letzten Willen hat Erwin Katz festgelegt, dass ausgewählte Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter zu seiner Beerdigung persönlich eingeladen werden. Bereits das erste Zusammentreffen der Trauergäste zeigt, dass es in den nächsten Tagen turbulent im alten Forsthaus zugehen wird. Alle Eingeladenen wollen nur eines erben, erben, erben.
Unterschiedlicher können Trauergäste kaum sein. Sie kommen aus ganz Deutschland vom hohen Norden bis südlich der Donau. Sie streiten sich in einer Tour, einig sind sie sich nur darin, dass sie sich nicht einig sind. Alle wissen nur eines, dass sie im letzten Willen von Erwin Katz reich bedacht sein werden und in ein paar Tagen als gemachte Leute das Forsthaus in Zorn verlassen. Das zu erwartende Erbe lässt sich keiner der Trauergäste auch nur einen Zentimeter streitig machen. Wenn es sein muss, erreichen sie ihr Ziel auch mit Mitteln, die nicht immer legal sind. Viele von ihnen sind in ihrem bisherigen Leben schon über manche Leiche gestiegen und wenn es um das Erbe von Erwin Katz geht, kommt es auf eine Leiche mehr oder weniger auch nicht mehr an.
Da ist es kein Wunder, dass im Forsthaus am Himmelsberg die Hölle los ist.