Evangelische Pfarrkirche, Rudolf-Dietz-Straße
Historische bedeutsame Gebäude in Heidenrod
Die evangelische Pfarrkirche wurde im 12./13. Jahrhundert gegründet und zeigt in ihren Grundmauern noch romanische Bausubstanz. Der Chor mit 5/8-Schluss und Gratgewölbe entstand um 1380. Seine teils unsystematische Bauweise deutet darauf hin, dass auch Bewohner des Ortes beim Bau mitwirkten. Der massive Kirchturm stammt aus der frühen Bauphase und hatte zusätzlich Schutzfunktion. Der schlanke, verschieferte Haubenhelm und das Mansarddach des Kirchenschiffs wurden 1720 aufgesetzt.
Das reich verzierte Taufbecken aus Sandstein entstand um 1500. Das Gestühl stammt aus dem 17. Jahrhundert. 1724 wurde die Kirche barockisiert: Emporen und ein hölzernes, bemaltes Tonnengewölbe kamen hinzu. Die Darstellungen zeigen allegorische Frauengestalten,
Engel, Sonne, Mond, das Lamm Gottes und denHeiligen Geist. Das Triumphkreuz (um 1500) über dem Altar und die Kanzel (um 1750) sind weitere zentrale Elemente. Die Kirche war einst von einem Friedhof umgeben.
In der Rudolf-Dietz-Straße stehen mehrere denkmalgeschützte Fachwerkhäuser aus dem
frühen 18. Jahrhundert, teils mit Zierfachwerk und späteren Schnitzverzierungen aus den 1930er Jahren. Besonders hervorzuheben ist das „steinerne Haus“ in der Laufenstraße 3, ein hoch aufragender ehemaliger Hof der Grafen von Katzenelnbogen, der 1518 über 80 Morgen Land umfasste.
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