Vom Schulhaus zum Rathaus
Historische bedeutsame Gebäude in Heidenrod
Laufenselden wurde 1260 als „Loifenselden“ erstmals erwähnt. 1301 ist eine Kapelle, 1330 eine Pfarrkirche belegt. 1360 verlieh Kaiser Karl IV. dem Ort Stadtrechte sowie Markt- und Festungsrecht. Es entstand ein
Ortsgericht, der Ort wurde mit Graben, Wall und Palisaden befestigt. Zwei Jahrmärkte im Frühling und Herbst prägten das Leben. Mit der Reformation ab 1527 folgten 1536 eine Schule und 1607 ein Rathaus.
Der Dreißigjährige Krieg brachte schwere Verluste. Handwerk und Mühlen waren über Jahrhunderte wirtschaftlich prägend.
Von 1806 bis 1813 stand die Region unter französischer Verwaltung, 1816 kam Laufenselden zu Nassau, 1866 zu Preußen. Nach dem Ersten Weltkrieg lag der Ort im „Freistaat Flaschenhals“, einem Korridor zwischenamerikanischer und französischer Besatzung. Die Versorgung war nur über Feldwege möglich.
Das heutige Rathaus befindet sich in der ehemaligen Schule von 1825.
Die „Fahlerkerb“ wird seit über 600 Jahren gefeiert. Keltische Grabhügel belegen eine
Besiedlung weit vor dem Mittelalter.
Der jüdische Friedhof außerhalb des Ortes (7600 m²) besteht laut Überlieferung „seit unvordenklichen Zeiten“. Die letzte Bestattung erfolgte 1936. Die Synagoge wurde 1938 zerstört, das jüdische Leben ausgelöscht.
Weitere Informationen zu Laufenselden
Gefördert durch das Regionalbudget 2025 des Vereins für Regionalentwicklung Taunus e.V. mit den Mitteln des Landes Hessen im Rahmen des GAP-Strategieplans 2023-2027.









