Vom Klosterhof zum Schulstandort
Historische bedeutsame Gebäude in Heidenrod
Egenroth wurde um 1260 als „Erchenrod“ erstmals erwähnt, später „Yrgenrat“ (1361) und „Eigertt“ (um 1520). Das Kloster Gronau besaß hier einen Herrenhof mit Hubengericht. 1569 und 1631 gab es je acht
Haushalte; 1634 im Dreißigjährigen Krieg waren es noch vier, 1648 war das Dorf zeitweise verlassen.
Bis 1775 gehörte Egenroth zum vierherrischen Gericht auf dem Einrich. Danach kam der Ort zu
Hessen-Rotenburg und wurde der Niedergrafschaft Katzenelnbogen zugeordnet. Von 1806 bis 1813 stand die Region unter französischer Verwaltung. Ab 1816 gehörte Egenroth zum Herzogtum Nassau, das 1866 von Preußen annektiert wurde.
Nach dem Ersten Weltkrieg lag Egenroth im sogenannten „Freistaat Flaschenhals“ – einem schmalen unbesetzten Korridor zwischen den Besatzungszonen der Alliierten. Die Versorgung war nur über Waldwege via Zorn und Laufenselden möglich.
In der Dorfmitte steht die ehemalige Schule (erbaut 1832), ursprünglich als Kirchenstandort geplant. Sie diente mit ihren zwei Schulsälen auch als Versammlungs- und Gottesdienstraum. Das angrenzende Lehrerhaus mit Zierfachwerk wurde 1905–09 errichtet und bis 1967 genutzt. Beide Gebäude prägen bis heute das Ortsbild von Egenroth.
Weitere Informationen zu Egenroth
Gefördert durch das Regionalbudget 2025 des Vereins für Regionalentwicklung Taunus e.V. mit den Mitteln des Landes Hessen im Rahmen des GAP-Strategieplans 2023-2027.








