Vom Benediktinerkloster zum Hospital
Historische bedeutsame Gebäude in Heidenrod
Kloster Gronau wurde um 1130 von Benediktinermönchen aus Siegburg als Hauskloster der Grafen von Katzenelnbogen gegründet und 1252 als „Grunowe“ erstmals urkundlich erwähnt. Nach dem
Aussterben der Grafen fiel es 1479 an die Landgrafen von Hessen. Von hier aus wurde 1527 die Reformation in der Region verbreitet. Bereits 1542 wurde das Kloster aufgelöst und in ein „Hohes Hospital“ für die Niedergrafschaft umgewandelt.
Das Hospital war eines von vier großen Landeshospitälern in Hessen zur Versorgung von Menschen mit körperlichen oder geistigen Beeinträchtigungen. Aus dieser Struktur entwickelte sich später der Landeswohlfahrtsverband Hessen.
Zum Besitz des Hospitals zählten rund 400 Morgen Land, dazu Wald, Höfe, Mühlen und Besitztümer in 42 Ortschaften.
Nach den Zerstörungen des Dreißigjährigen Kriegs wurde Gronau nur noch als Hofgut bewirtschaftet. Aus der Klosterzeit sind Teile der Umfassungsmauer, Grundmauern und Mauerreste erhalten. Aus der Hospitalzeit stammen u. a. der Torbau, die große Zehntscheune (1598), das Schäferhaus und das Wohngebäude von 1545 – sichtbare Zeugnisse einer bewegten Geschichte.
Weitere Informationen zu Kloster Gronau
Gefördert durch das Regionalbudget 2025 des Vereins für Regionalentwicklung Taunus e.V. mit den Mitteln des Landes Hessen im Rahmen des GAP-Strategieplans 2023-2027.








