Vom Rodungsdorf zum Gemeinschaftsort
Historische bedeutsame Gebäude in Heidenrod
Algenroth wurde um 1297 erstmals als „Aldegerod“ erwähnt, eine frühere Zuordnung um 1260 ist unsicher. Der Ortsname bedeutet „Rodung des Aldigo“. Spätere Namensformen waren „Algenrat“ (1361) und „Algart“ (um 1520). Die Gründung fällt in die große Rodungs- phase des Hochmittelalters.
Die grundherrlichen Rechte lagen zunächst bei den Grafen von Katzenelnbogen, ab 1479 bei den Landgrafen von Hessen. Lehensnehmer waren u. a. die Herren von Hohenstein (1381–1589). 1667 wurde das Lehen geteilt: je zur Hälfte an die Ritter von Groenenstein (Kiedrich) und die Familie Nordeck (St. Goar). Auch eine niederadlige Familie „von Algenroth“ ist um 1297/98 bezeugt.
1722 zerstörte ein Großbrand fünf Wohnhäuser und drei Scheunen. Im Ortszentrum steht das Backhaus von 1731 – ein kleiner Fachwerkbau mit schiefem Dachreiter und doppelt geschweifter Haube. Die originale Glocke wurde 2001 restauriert und ist heute im Innenraum zu sehen.
Seit 1971 dient das Gebäude als evangelische Kapelle mit wechselnden Gottesdiensten (gemeinsam mit Zorn) sowie als Versammlungsraum – ein lebendiger Treffpunkt für die Dorfgemeinschaft.
Weitere Informationen zu Algenroth:
Gefördert durch das Regionalbudget 2025 des Vereins für Regionalentwicklung Taunus e.V. mit den Mitteln des Landes Hessen im Rahmen des GAP-Strategieplans 2023-2027.









