Martenroth

Ritter, Rodung und Gemeinschaftsbau

Historische bedeutsame Gebäude in Heidenrod

Die Ortsgründungen im westlichen Taunus entstanden im Zuge der großen Rodungsphase des Hochmittelalters und waren im 14. Jahrhundert weitgehend abgeschlossen. Martenroth wurde vermutlich Mitte des 13. Jahrhunderts erstmals als „Marttroud“ erwähnt. Um 1260 erscheint es im Teilungsvertrag der Grafschaft Katzenelnbogen – mit Bewohnern wie Volknand und Wiegand unter Graf Diether.

In Martenroth waren zeitweise Niederadelige ansässig: Die Ritter Reinhold und Hermann von Martenroth waren 1278 Burgmannen des Grafen von Katzenelnbogen in Hohenstein. 1283 erhielten sie sogar Anteile an der Marksburg und Braubach als Lehen. Auch der Zehnt von Bolanden und Besitzungen bei Wisper gehörten zu ihren Lehen.

1494 war Martenroth Teil des Gerichts Altenberg, 1555 zur Pfarrei Altenberg gehörig. Das Spital Gronau hatte ab 1545 Grundbesitz im Ort. Nach dem Dreißigjährigen Krieg war Martenroth zeitweise entvölkert.

Am 1. Juli 1972 wurde Martenroth Teil der Gemeinde Heidenrod. Ein ortsbildprägendes Bauwerk ist das denkmalgeschützte Back- und Feuerwehrhaus aus dem späten 19. Jahrhundert – ein einst typischer Mehrzweckbau für kleine Dörfer. Es steht an der zentralen Straßenkreuzung und prägt bis heute das Dorfbild.

Weitere Informationen zu Martenroth


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