Geroldstein

Ritter, Burgen und Wisperkraft

Historische bedeutsame Gebäude in Heidenrod

Geroldstein wurde um 1200 als „Gerhartstein“ erwähnt. Der Name geht vermutlich auf Ritter Gerhart zurück, ein Gefolgsmann oder Verwandter
der Grafen von Katzenelnbogen. Er ließ die untere Stammburg errichten und nannte sich „von Gerhartstein“. Sein Nachfolger Philipp baute 1386 die größere obere Burganlage oberhalb des Orts.
1843 wurden Dickschied und Geroldstein zur Gemeinde Dickschied-Geroldstein vereint, die 1971 Teil von Heidenrod wurde. Eine eigene Kirche erhielt der Ort erst 1899.

Die obere Burg Haneck liegt auf dem Hanenberg südlich der Wisper bei Geroldstein. Sie wurde 1386 von Philipp von Gerhartstein mit Unterstützung des Erzbistums Mainz auf Mainzer Gebiet erbaut.

Nach dem Aussterben der Familie 1569 verfiel die Burg. Heute in privatem Besitz, sind noch der achteckige Bergfried, Schildmauer, Treppenturm, Palasreste und ein Brunnenschacht erhalten.

Die untere Stammburg liegt in Ortslage auf einem Fels, einst von der Wisper umflossen. 1589 wurde der nördliche Bergsattel durchstochen, um den Flusslauf zu verkürzen und Wasserkraft für eine Eisenhütte zu nutzen. Sie gilt als ältere der beiden Burgen und war Ende des 16. Jahrhunderts bereits Ruine.

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