Nauroth

Vom Schieferdorf zum Luftkurort

 

Historische bedeutsame Gebäude in Heidenrod

Nauroth wurde 1335 erstmals als „Nunroit“ erwähnt. Wie viele Orte im westlichen Taunus entstand es im Rahmen der großen Rodungsphasen im Hochmittelalter und war lange landwirtschaftlich geprägt. Ab 1741 prägte der Schieferbergbau mit den Gruben „Rosit“ und „Meiers Hoffnung“ die Entwicklung des Dorfs. Bis zur Schließung 1964 war er der wichtigste Arbeitgeber der Region. Das Gelände der Grube Rosit ist heute ein Naturschutzgebiet.

In den 1950er Jahren entwickelte sich Nauroth zum anerkannten Luftkurort mit mehreren Gaststätten und Übernachtungsbetrieben – dieser Tourismus kam in den 1980er Jahren zum Erliegen.

Ein markantes Bauwerk ist die katholische Rundkirche St. Hermann-Josef (1960/61), benannt nach dem ersten Heiligen des Prämonstratenserordens. Dach, Wände und Altar bestehen aus lokalem Schiefer, durchsetzt mit rotem Sandstein. Die hölzerne Kuppel schafft eine warme Atmosphäre, farbiges Licht fällt durch ein umlaufendes Band aus Buntglasscheiben. Schieferkreuze mit Kerzenhaltern zieren die Wände

Eine rund 250 Jahre alte Marienstatue aus der Kapelle in Kemel wurde 1967 übernommen und vom Ehepaar Nordmann aufwendig restauriert.

Weitere Informationen zu Nauroth


Gefördert durch das Regionalbudget 2025 des Vereins für Regionalentwicklung Taunus e.V. mit den Mitteln des Landes Hessen im Rahmen des GAP-Strategieplans 2023-2027.